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BAND
Drei Rock-’n’-Roll-Sänger inklusive Tolle treffen sich zufällig in einem „siffigen Leergutlager“ und gründen eine Band, nachdem sie spontan ‘Blue Suede Shoes’ jammten? Klingt komisch, ist aber so!
Sam hatte sich fälschlicherweise bei einer Coverband beworben und dafür den weiten Weg aus Reutlingen nach Berlin auf sich genommen. Digger war aus Köln zu Besuch bei seiner großen Schwester und half bei der Gelegenheit in der Band seines Schwagers aus. Und Basti wohnt ohnehin in Berlin. Hat was von Schicksal. „‘Blue Suede Shoes’ funktionierte bei uns auf Anhieb – und zwar als dreistimmiger Satzgesang.” Das gab es noch nicht in musikalischen Sphären von Elvis, Jerry Lee Lewis, Buddy Holly und Co.: Der „Voc ’n’ Roll” ist geboren. Und The Baseballs gleich dazu.
Auch die privaten Gemeinsamkeiten klingen nach schicksalhafter Zusammenführung Seelenverwandter: Den ersten ernst zu nehmenden Tonträger aller drei – nach Benjamin Blümchen – zierte das Konterfei des King, ein jeder könnte jede Rolle jeder Folge der „Simpsons” problemlos synchron sprechen, und natürlich haben sie alle immer einen Kamm in der Tasche. Vor allem aber übt der Lifestyle der goldenen Fünfziger eine fieberhafte Anziehungskraft auf das Trio aus, schon im Jugendalter. Aus mitunter so simplen wie nachvollziehbaren Gründen: „Wer damals gegen seine Eltern rebellieren wollte, musste sich nur eine Tolle kämmen und eine Lederjacke anziehen”, blickt Basti sehnsüchtig in die Vergangenheit. „Heute dagegen kann man seine Eltern doch kaum noch schocken – es sei denn, man wird Investment-Banker.”
Abseits solch tiefgehender Überlegungen sind Sam, Digger und Basti permanent auf der Suche nach aktuellen Titeln, die darauf warten, „verrollt” zu werden. „Wir nehmen gute Songs und führen sie ihrer wahren Bestimmung zu”, erklären die Jungs.
Bliebe noch der Name zu klären. "Der musste natürlich einen 50s Bezug haben; deshalb fiel die Wahl auf die Volkssportart Nr.1 der Amerikaner in den 50s – Baseball. Das Besondere daran: In Europa hat jeder schon mal von Baseball gehört, ohne eigentlich zu wissen, was sich dahinter verbirgt. Und das ändern wir jetzt.” |